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Vuvuzela - Pressemitteilung
Vuvuzela - musikethnologisch
Vuvuzela - Fussballfanfare 2010
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Alles Wissenswerte über die „berüchtigte” Vuvuzela Alles Wissenswerte über die „berüchtigte” Vuvuzela

Frankfurt/Main, den 02.07.2009 – Sie ist in aller Munde: Die Fantröte Vuvuzela verbreitet schon jede für sich beeindruckende Geräusche – von zehntausenden Fans gleichzeitig geblasen, kann es zu einem infernalischen Getöse kommen, das jede Fußballkommentierung aus dem Stadion unmöglich macht.

Ob wir die umstrittenen Instrumente ab August auch in deutschen Stadien hören werden, ist bislang noch ungewiss – Vuvuzelas haben auch bei uns schnell viele Fans, aber ebenso viele Gegner gefunden. Umso wichtiger, zur Diskussion mit einigen Fakten beizutragen.

Andreas Wellmann (53) ist seit vielen Jahren Vuvuzela-Experte. Er studierte Musikethnologie an der Musikhochschule Hannover und betreibt seit 2003 mit Paso-Africa einen Onlinehandel, in dem auch zahlreiche Musikinstrumente aus dem südlichen Afrika angeboten werden. Wellmann lebt die Hälfte des Jahres in Kapstadt und ist dort als Musiker und Produzent von südafrikanischer Musik aktiv.

Frage: Was bedeutet Vuvuzela?
Die Ursprünge sind nicht ganz eindeutig. Eine Theorie besagt, dass es auf das Zulu Wort „Vuvu” zurückgeht, was so viel bedeutet wie „Geräusch erzeugen”. Mit dem Zusatz „zela” wird daraus der Begriff für „andauernd Geräusche machen”. Andere sehen die Herkunft eher in einem in einigen Townships gebräuchlichen Begriff für Dusche; immerhin macht diese ebenfalls ein – wenn auch weniger eindringliches – Geräusch und der Duschkopf hat entfernte Ähnlichkeit mit dem Schalltrichter der Vuvuzela.

Frage: Woher kommt die Vuvuzela?
Im südlichen Afrika kommen schon immer zahlreiche Trompeten- oder Horn-Arten aus Tierhörnern (zum Beispiel Kudu oder Säbelantilope) zum Einsatz. Sie werden grundsätzlich seitlich geblasen, ähnlich einer Querflöte. Lediglich die Zulu höhlten einen Bambusstamm aus, setzten ein Kuhhorn mit abgeschnittener Spitze an das untere Ende und bliesen von oben, wie bei einer Trompete oder Fanfare. Traditioneller Einsatz der Tierhörner war das „Zusammenrufen” des Stammes zu einer Versammlung, um Rat zu halten, um wichtige Entscheidungen zu treffen. Ferner wurden sie von Jünglingen eingesetzt, die ihre gleichaltrigen Freunde zusammenriefen, um dann gemeinsam zu den Angebeteten zu ziehen und ihnen den Hof zu machen. Eine besonders langgezogene Form der Horntrompete nahm von alters her einen besonderen Stellenwert bei religiösen Zeremonien ein – erinnerte ihr Klang doch an das laute Trompeten eines Elefanten.

Frage: Ist die Vuvuzela eigentlich auch ein Musikinstrument?
Da die Vuvuzela eine moderne Art der Zulu Trompete ist – eindeutig „Ja”. Es gab und gibt ganze Horn-Orchester, die vornehmlich aus verschieden großen Kudu-Hörnern und damit verschiedenen Tonhöhen gebildet sind. Jeder hat ein Horn mit einem einzigen – und jeweils unterschiedlichen – Melodieton. Das ist sehr anspruchsvoll, ich habe es selber ausprobiert. Mittlerweile gibt es auch Vuvu-Orchestras, die mit unterschiedlich langen Tröten arbeiten. Wer Trompete oder ein anderes Blechblasinstrument wie Waldhorn, Posaune oder Tuba spielt, kann aus einer Vuvuzela wesentlich mehr herausholen, als der normale Fußballfan. Durch entsprechenden Lippendruck und Überblasen kommt der Spieler in die Obertonbereiche der Tröte, kann so komplexe Melodien blasen und muss sich nicht auf den eintönigen tiefen Grundton beschränken – insofern hat die Vuvuzela gewisse Ähnlichkeiten mit dem australischen Didjeridu oder dem schweizerischen Alphorn.

Frage: Wie ist die Vuvuzela in ihrer heutigen Form entstanden?
Die südafrikanische Firma Boogie Blast stellt Vuvuzelas seit Mitte der 1980er Jahre her – und schon bald wurde sie zur Anfeuerung der eigenen Fußballmannschaft genutzt. Der große Durchbruch kam dann im Zusammenhang mit dem Africa Cup of Nations im Jahre 1996. Seitdem ist sie aus südafrikanischen Fußballstadien nicht mehr weg zu denken.

Frage: Kommen alle Vuvuzelas aus Südafrika?
Ursprünglich ja – aber auch hier hat der Wettbewerb bereits eingesetzt. Technisch gesehen ist die Herstellung nicht sehr anspruchsvoll und das eingesetzte Kunststoffgussverfahren ist weltweit verfügbar. Ich würde mich trotzdem freuen, wenn auch die deutschen Fans Vuvuzelas aus dem Herkunftsland bevorzugen würden – immerhin haben wir dieses Instrument den Südafrikanern zu verdanken.

Frage: Werden wir die Vuvuzela auch bei der WM 2010 in Südafrika sehen – und hören?
Schwer zu sagen. Für die südafrikanischen Fußballfans ist es ein kaum zu entbehrendes Hilfsmittel, um ihrer Begeisterung Ausdruck zu verleihen. Aber selbst, wenn die FIFA den Gebrauch in den Stadien verbieten sollte, bin ich mir sicher, dass die Südafrikaner mit ihrer Kreativität und Improvisationskunst eine passende Alternative finden werden.

Die Ur-Vuvuzela aus dem südlichen Afrika im Einsatz
© L. Levine, The Drumcafe’s Traditional Music of South Africa 05
Die Ursprünge der heutigen Vuvuzela gehen auf traditionelle Hornblasinstrumente aus dem südlichen Afrika zurück – schon damals war der Haupteinsatzzweck, möglichst laute und beeindruckende Geräusche zu erzeugen.


Pressekontakt:

Andreas Wellmann
Großer Hasenpfad 69
60598 Frankfurt / Main
Tel.: 069 968 734 – 42
Fax: 069 968 734 – 40
service@paso-africa-shop.com
www.paso-africa-shop.com
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Detlev Nolte
Kirchbachstrasse 95
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